Gute Reise, Mister Crown!

Gerade an Orten, an denen es normalerweise besonders laut und lebendig ist, kann der Moment, in dem die Zeit still zu stehen scheint, besonders unerträglich sein. Der Moment, in dem eine unvorhersehbare Realität dich mit ihrer ungebremsten Wucht erstarren lässt. Der Tod unseres Kollegen, Personalratsvorsitzenden, Klassenleiters und Freundes Jens Krone hinterlässt uns sprachlos.

Wie soll man das Unfassbare in Wort fassen? Er hätte es gewusst. Er war derjenige, der die ersten Worte des Trostes oder der Aufmunterung gefunden hat, wenn viele von uns noch versuchten, ihre Gedanken zu sortieren. Er hätte es als seine ureigene und niemals lästige Pflicht empfunden für uns zu sprechen. Heute und in Zukunft sprechen wir von ihm.



Jens Krone kam im Februar 2006 an unserer RS+K. Er unterrichtete seine Schülerinnen und Schüler in den Fächern Englisch, Erdkunde und Sport und begeisterte sie für Kunst und Kultur lange nach dem letzten Klingelzeichen. Er kümmerte sich um unzählige Kinder als Klassenleiter und hatte auch nach der sechsten Stunde oder dem Schulabschluss der Schülerinnen und Schüler noch ein stets offenes Ohr, einfach nur ein gutes Wort oder einen unglaublich guten Musiktipp parat. Und nicht weil es sein Beruf war, sondern weil es ihm ein Bedürfnis war, weil er den einzelnen Menschen wichtig nahm. Weil er für jedes Problem eine individuelle Lösung suchte. Immer unaufgeregt, aber immer auch verbindlich. Und da gerade Kinder dafür ganz feine Antennen haben, ist es nur logisch, dass er mehrfach zum Vertrauenslehrer gewählt wurde und auch, als er schon lange Personalratsvorsitzender war, Herr Krone immer eine persönliche Anlaufstelle für unsere Schülerinnen und Schüler war.

Doch nicht nur für unsere Schülerinnen und Schüler. Auch für uns. Wo Menschen zusammenarbeiten und leben, prallen unterschiedliche Meinungen und Charaktere aufeinander. So vielfältig wie er war, so schätzte er auch die Vielfalt der Menschen, die er traf, die ihn begleiteten. Jens konnte freudig staunen und war stets selbst für eine Überraschung gut. Er wertete nicht, sondern nahm und schätzte jeden mit ehrlichem Interesse so, wie er war. Und er besaß die Fähigkeit Brücken aufzuzeigen, die man selbst nicht gesehen hatte, Probleme aus dem Weg zu räumen, die andere noch gar nicht hatten kommen sehen. Ein idealer Personalratsvorsitzender in der Tat. Oder einfach ein besonders feiner Mensch. Einer, der uns zusammenbrachte. In schwierigen Momenten, aber auch an leichten Tagen. Wenn es mal krachte im Gebälk oder wenn es einfach nur um das Organisieren von Festen oder Ausflügen im Kollegium ging. Für den das Wort Schulfamilie ein feststehender gelebter Begriff war. Für den es selbstverständlich war, sich die Zeit für andere zu nehmen, seine Erfahrungen zu teilen oder ihnen seine eigene Zeit zu schenken. Ein sehr guter Freund eben. Der nicht nur innerhalb der Schule mit einer helfenden Hand präsent war, sondern auch darüber hinaus. Vor allem dann, wenn er machte, was er am liebsten tat. Wenn er uns die Welt zeigen konnte. Die musikalische, die künstlerische, die kleine oder die große weite. Für ihn und mit ihm war es immer eine Reise wert.

Jens Krone hinterlässt viele leere Plätze in unserem Lehrerzimmer, aber nicht in unseren Herzen. Wir sind traurig. Aber wir werden versuchen, diese Leerstellen mit den Erinnerungen an ihn und mit der inneren Antwort auf die Frage: „Was hätte Krönchen jetzt gemacht?“ zu füllen. Mit seiner inneren Haltung, den Dingen und Menschen unvoreingenommen, mit einem Lächeln auf den Lippen und im Wissen um die Chance einer Lösung zu begegnen. Und vielleicht finden wir irgendwann eine Möglichkeit es als tröstlich zu empfinden, dass er auch am Ende war, wie es ihm entsprach: unter Freunden. Und unterwegs.

Mit großer Hochachtung, Wertschätzung und Zuneigung,
seine Freunde und Kollegen

engagiert

Wir tragen gerne im und für das Team Verantwortung, leben Engagement vor und arbeiten gemeinsam daran, das individuell Bestmögliche für alle zu erreichen.

kompetent

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familiär

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